Sänze-Emil-1804_80mmStuttgart. Auf die Unabhängigkeit britischer Abgeordneter im Europäischen Parlament und die Ablehnung jeglicher Bevormundung gegenüber englischen, schottischen, walisischen und nordirischen Volksvertretern durch die in sich zerrissene Europäische Union verwies der AfD-Landtagsabgeordnete Emil Sänze MdL als europapolitischer Sprecher seiner Fraktion in der heutigen Plenardebatte zu den möglichen Auswirkungen des Brexit für das Land Baden-Württemberg. Anders als in Deutschland würden die britischen Abgeordneten generell so abstimmen, wie es ihre Wähler in den Wahlkreisen wünschen, weshalb Theresa May auch keine Mehrheit im Unterhaus erlangen konnte. „Die Wähler wollen dieses Abkommen mit der Europäischen Union nicht, weil sie es satt haben, bevormundet zu werden“, so Sänze. „Den britischen Wählern ist es völlig egal, ob ihnen die EU-Kommissare irgendwelche Szenarien aufzeigen, was passieren könnte, wenn es keinen Ausstiegsvertrag gibt: Zusammenbruch der Börse, galoppierende Inflation oder ausufernde Arbeitslosigkeit. Durch Kurseinbruchsszenarien lassen sie sich genauso wenig beeindrucken wie durch angeblich drohende Jobverluste. Ihnen ist es ebenso egal, ob es einen Soft- oder Hard-Brexit gibt, mit Back-Stop oder ohne, denn sie wissen genau, dass ihnen die Geschichte recht geben wird!“ Der deutschen Politik gehe es in engem Zusammenwirken mit den Medien nur darum, Angst, Panik und Unsicherheit zu verbreiten und damit die Entscheidung der britischen Wähler herabzuwürdigen. „Die Geschichte hat den Briten gezeigt, dass sie mit ihrer Nation immer sehr gut gefahren sind, auch wenn es stürmisch war. Für Großbritannien geht es nach einigen Turbulenzen weiter, besser als zuvor – und zwar ohne die Kommissare, die massiv in ihr Staatsverständnis eingreifen!“

Freizügigkeit, freie Arbeitsplatzwahl, Schengen-Abkommen und Asyl-Tourismus

Angesichts der divergierenden Positionen der Europäischen Kommission und der britischen Wähler beispielsweise in Sachen Freizügigkeit, freie Arbeitsplatzwahl oder dem Schengen-Abkommen sei der Brexit eine folgerichtige Entscheidung, die eine lange und unheilvolle Vorgeschichte aufweise, so Sänze. „Das Fass ist übergelaufen mit den unkontrollierten Grenzöffnungen sowie den Millionen Migranten und Asyl-Touristen, die europaweit eingeladen wurden und auch gekommen sind“, so Sänze. Den Briten sei immer deutlicher vor Augen geführt worden, dass diese Europäische Union zum Scheitern verurteilt ist, „weil sie gegen jeden wirtschaftlichen Verstand verstößt und auf uneinlösbaren Forderungen, fiktiven Bilanzen sowie Luftkalkulationen aufgebaut ist! Sie ist zum Scheitern verurteilt, weil sie auf einem allgemeinen Kapitalabfluss aus den nationalen Ökonomien fußt.“ Deshalb sei nicht nur in Großbritannien zu verzeichnen, dass die Zahl der Menschen, die nicht an das schnelle exorbitante Zusammenwachsen des Superkontinentes glaubten und den europäischen Superstaat ablehnen, weil sie jede Fremdbestimmung durch eine europäische Herrscherelite zurückweisen, stetig anwachse und der Brexit auch außerhalb der britischen Inseln zahlreiche Befürworter habe.