WolleStuttgart. In der von der SPD beantragten aktuellen Debatte zum Verlust des Standorts Ulm für die Batteriezellenforschung bemängelt die AfD-Landtagsabgeordnete Carola Wolle, dass die Landesregierung in Sachen zukünftiger Mobilität bisher nahezu ausschließlich auf die batteriebasierte E-Mobilität setzte. Diese werde den Marktteilnehmer mit milliardenschwerem Aufwand aufgezwungen. Dabei habe das Land bei der Fertigungsforschung das Rennen gegen die asiatische Konkurrenz längst verloren. „Wer einen anderen einholen und überholen will, muss – zumindest zeitweise – schneller sein als dieser“, so Wolle. Daher stelle sich, so Wolle, grundsätzlich die Frage, ob auch die beste deutsche Forschung in Sachen Batteriefertigung überhaupt noch in der Lage sei, ihre fernöstlichen Konkurrenten einzuholen oder zu überholen.

CDU-Bundesministerin vergibt millionenschweres Forschungsprojekt in ihren Wahlkreis

Was den zum Verlust des Standorts Ulm für die Batteriezellenforschung angeht, drängen sich Wolle einige Fragen auf: „Was nützt das Votum von Experten einer Gründungskommission, wenn dieses Votum niemanden interessiert? Und wie kann es sein, dass eine Bundesministerin der CDU ein millionenschweres Forschungsprojekt in ihren Wahlkreis vergibt, ohne rot zu werden?“, wundert sich Wolle. „Wie steht es um die Kommunikation zwischen der Landes- und der Bundesregierung, wenn die Landesregierung von der Bundesregierung derart kalt erwischt und düpiert wird?“, so Wolle.

Weg vom staatlichen Dirigismus hin zu marktkonformer, evolutionärer Entwicklung

Mit Interesse nimmt die AfD-Abgeordnete zur Kenntnis, dass nun die Forschung an Brennstoffzellen als Ersatz für die Batteriezellenfertigungsforschung in den Fokus komme. „Sollte sich das bewahrheiten, so hat die Pleite von Ulm sogar etwas Gutes“, so Wolle. Vielleicht werde jetzt die Suche nach zukünftigen Mobilitätstechnologien wieder technologieoffen geführt – weg vom staatlichen Dirigismus hin zu marktkonformer, evolutionärer Entwicklung, wie schon lange von der AfD gefordert. „Es war genau dieser Weg, der die baden-württembergische Automobilindustrie, beginnend mit der Entwicklung von Karl Benz und Gottlieb Daimler, an die Weltspitze gebracht hat.“